Frei sein mit Dir – Captive Romance

Tief, finster & romantisch.

Wie die Prinzessin im Turm lebte ich, die Nase ständig in einem Buch und den Kopf voller Träume. Ich verschwendete keinen Gedanken an einen edlen Prinzen – und auch nicht an die Monster, die draußen lauerten. Bis John und Kain mich fanden.
In der Nacht, in der sie mich entführten, verflochten sich unsere Schicksale auf ewig.
Sie rissen mich aus meiner heilen Welt.
Sie lehrten mich, dass die schrecklichsten Monster in unseren Herzen wohnen.
Doch für alles, was sie mir nahmen, gaben sie mir unendlich viel zurück. Ein neues Märchen, ein neues Leben und die Freiheit, mich in den süßesten Abgrund fallen zu lassen, den es gibt.

 

Ein gefährliches Spiel beginnt. Hast Du den Mut, alles hinter Dir zu lassen? Ist es der Luxus, der Dich verführt, oder ist es tatsächlich… Liebe?

 

Inklusive zwei alternativer Enden – Du entscheidest, wie Du die Geschichte ausklingen lassen möchtest!

Über das Buch

Der Captive Romance Roman Frei sein mit Dir ist am 19.Januar 2020 erschienen und exklusiv auf Amazon verfügbar.

Das Besondere: Du entscheidest selbst, wie ein Happy End für Dich aussieht. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Geschichte enden zu lassen und Du wählst die, die Dir am besten gefällt.

Frei sein mit dir ist für Leser*innen ab 16 Jahren geeignet, die Lust auf ein spannendes, ungewöhnliches Setting haben. Ein Hauch Erotik ist auch dabei. Lässt Du Dich entführen?

Leseprobe: Aus Kapitel 6

In den nächsten Stunden fand ich keinen Schlaf. Zu viel schwirrte mir durch den Kopf, zog brummend seine Kreise und hinderte mich daran, meine Ruhe zu finden.

Es war schon hell, als ich schließlich aus einem nervösen Dämmerzustand aufschreckte. Traum und Realität waren zu einem surrealistischen Bild verschwommen, in dem grauer Nebel um unser Haus waberte und sich immer dichter zu einem Ring zusammenzog. Kain trug mich, dem Haus zugewandt, auf Händen, doch er ging keinen Schritt darauf zu. Stumm und reglos blickte er über mich hinweg in den Garten, wo John eine Axt erhoben hatte, um Mama damit den Schädel zu spalten. Alle waren zu einem Standbild erstarrt, die Gesichter ernst und unbeeindruckt, so als wüssten sie, dass ich träumte. Zwar sah ich ihre Gesichter nicht klar, sondern nur als verschwommene, austauschbare Kleckse, doch ich erkannte ihre Identität mit der intuitiven Sicherheit einer Träumenden. Um sie herum standen kaputte Laternen. Manche waren umgeknickt, andere flackerten gelegentlich auf wie müde Lebenslichter.

 

Meine Stirn war heiß. Ich erwachte, weil jemand mich an der Schulter berührte. John hatte sich über mich gebeugt, so nah, dass ich ihm den Schal vom Gesicht hätte ziehen können, und wiederholte zaghaft meinen Namen.

„Nina. Du hast schlecht geträumt, oder? Hat man dir angesehen.“

Ich streckte meine Hand aus, doch auf halbem Weg zu seiner Maske hielt er mich auf. Er war schnell. Und er nahm seinen Blick nicht von mir, während er meine Hand fest umschloss. Träumte ich noch immer?

 

Meine Lider flatterten, als ich zu ihm aufblickte und einmal mehr an der Frage scheiterte, wie ich mich angesichts der absurden Lage, in der ich mich befand, benehmen sollte. Wie konnte einer, der mich gefangen und eingesperrt hatte, sich am Morgen neben mein Bett knien, um mich sanft von dem Bild zu befreien, in dem er selbst eine Waffe gegen meine Mutter erhoben hatte? Wieso sah ich nur ein amüsiertes Blitzen in seinen Augen, obwohl ich gerade den Versuch unternommen hatte, ihn zu demaskieren? Nichts passte zusammen.

 

Mit einem tiefen, erschöpften Atemzug beschloss ich, die empörten Stimmen aus meinem Kopf zu verbannen, die mir einreden wollten, schuldig zu sein. Schuldig, weil ich unversehrt war, obwohl meine Mutter wahrscheinlich Höllenängste quälten. Schuldig, weil ich mir selbst immer wieder vor Augen führen musste, dass J der Böse in diesem Spiel war. Schon bei unserer letzten Begegnung hatte ich mich Kraft meines Verstandes dazu bringen müssen, Furcht vor ihm zu empfinden.

Natürlich fürchtete ich mich. Vor Kain und vor allem was nach der Geldübergabe kommen mochte. Aber nicht vor John – nicht mehr. Ich gestand es mir in dem Moment ein, in dem er flüsterte: „Frühstück ist fertig.“, und meine Hand freigab.

Wie entstand Frei sein mit Dir?

Die Brüder begegneten mir an einem mit Raureif bedeckten Frühlingsmorgen, als ich 15 Jahre jung war. Sie schlichen sich in meine Gedanken und kleideten sich damit ein.

Ich begann, aufzuschreiben, was sie mir zuflüsterten. Je mehr ich davon zu Papier brachte, desto greifbarer wurden sie. Sie inspirierten mich zu meinem ersten Roman: Abgrund Deiner Seele. Die Geschichte war unausgegoren und einer der beiden Brüder starb am Ende – das wollte nun wirklich niemand. 😉

 

Das Manuskript schlief ein paar Jahre lang vor sich hin, bis ich es erneut hervorholte, komplett überarbeitete, umschrieb, kürzte und straffte, was zu kürzen und zu straffen ging und John, Kain & meine Protagonistin Nina mit weiteren lebendigen Details ausstattete. Das Ergebnis heißt Frei sein mit dir. Die Geschichte ist nach wie vor nichts für Mimosen, die eine Happy End-Garantie wollen. Sie ist gefährlich. Anstößig. Grenzwertig. Ich schone keinen meiner Charaktere. Doch Du wirst gleichzeitig etwas von Geborgenheit und Mitgefühl spüren, wenn Du sie liest.

 

Stürz Dich ins Abenteuer und lass mich hinterher wissen, wie’s war.