Faust Zusammenfassung – Was hat Goethe gemeint?

Brauchst Du eine detaillierte Faust Zusammenfassung für jede einzelne Szene? Oder magst Du Dir bloß kurz einen Überblick darüber verschaffen, was in Faust 1 passiert? Dann bleib dran, denn hier findest Du sowohl eine kurze, als auch eine ausführliche Faust Zusammenfassung. Übersichtlich und leicht verständlich, kannst Du so im Nullkommanichts in Johann Wolfang von Goethes berühmtestes Werk eintauchen.

Faust Zusammenfassung für Eilige - Worum geht's in Faust 1?

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Wir befinden uns in Deutschland, zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Der ältliche Professor Heinrich Faust steckt in einer Lebenskrise. Obwohl er hochgelehrt ist und von allen bewundert wird, fühlt er sich machtlos und unbedeutend. Er sehnt sich danach, allwissend zu sein wie Gott. Als er erkennt, dass er dieses Ziel niemals erreichen kann, verfällt er in tiefe Depression.

In dieser Phase der Verzweiflung trifft er auf den Teufel Mephistopheles. Sie schließen einen Pakt: Sollte es Mephistopheles gelingen, Faust wunschlos glücklich zu machen, geht dessen Seele in den Besitz des Teufels über.

Mephistos Strategie besteht darin, Faust von seinem unstillbaren Wissensdurst abzubringen. Stattdessen versucht er, ihn mit leichter Unterhaltung zu ködern. Er nimmt ihn zu einem heftigen Trinkgelage mit, aber anstatt sich zu besaufen, ist Faust nur angewidert.

Darum beschließt Mephistopheles, erst einmal den Körper des in die Jahre gekommenen Gelehrten zu verjüngen. Nach dieser magischen Anti-Aging Kur erwachen Fausts jugendliche Triebe und er verliebt sich in das nächste Mädchen, das ihm begegnet – in die gerade einmal vierzehnjährige Margarete.

Mit Mephistos Hilfe gelingt es Faust, Margarete zu verführen. Im Zuge dessen verursacht er den Tod ihrer Mutter und töten ihren Bruder bei einem Duell.

Nach der gemeinsamen Liebesnacht ist Margarete schwanger und Heinrich Faust über alle Berge. Margaretes Leben liegt in Trümmern: Sie hat ihre Familie verloren und sie erwartet ein uneheliches Kind. Im 16. Jahrhundert bedeutete das den absoluten sozialen Absturz. Aus Verzweiflung tötet sie ihr Kind nach der Geburt, wird verhaftet und zum Tode verurteilt.

Zunächst ahnt Faust nichts vom Schicksal seiner Geliebten. Er besucht mit Mephisto die Walpurgisnacht und treibt von einem Vergnügen zum nächsten. Erst später erreicht ihn die Nachricht vom Todesurteil, das über Margarete verhängt wurde, und er versucht, sie zu retten. Allerdings weigert sich Margarete, mit ihm zu fliehen, was sich aus religiöser Sicht als richtige Entscheidung erweist. So rettet sie ihre Seele vor Mephistos Klauen und erlangt die Vergebung Gottes.

Faust 1 Epoche - ein bunter Cocktail aus literarischen Merkmalen

Nicht umsonst gilt Faust als Johann Wolfgang von Goethes Lebenswerk. 36 Jahre arbeitete er an Faust 1, von seinem 21. bis zu seinem 57. Lebensjahr.

Kurz vor seinem Tod vollendete er den zweiten Teil der Tragödie, Faust 2.

Wegen der langen Entstehungszeit, finden sich in Faust Merkmale mehrerer Litaraturepochen. So ist der nach universaler Erkenntnis strebende, egoistische, ewig unzufriedene Wissenschaftler Faust ein typischer Zeitgenosse des Sturm und Drang. Seine Vorliebe für Naturbetrachtungen, Magie und Übernatürliches erinnern hingegen an einen Romantiker.

Weil Gothe selbst ein bedeutender Vertreter der Weimarer Klassik ist, der diese Literaturepoche mitprägte, findet sich natürlich auch viel vom aufklärerischen Geist und der Faszination für die Antike in der Faust Tragödie wieder.

Es lohnt sich also, nicht nur die Faust Zusammenfassung, sondern das ganze Werk zu lesen.

Faust Zusammenfassung - Kapitel & Szenen aufgeschlüsselt

Vorspiel auf dem Theater

Diese Szene hat Goethe der eigentlichen Handlung vorangestellt. Ein Theaterdirektor, ein Dichter und eine lustige Person (die teils die Perspektive der Schauspieler, teils die des Publikums einnimmt) unterhalten sich vor der anstehenden Vorstellung. Dabei wird klar, dass alle drei unterschiedliche Erwartungen an eine Theaterproduktion haben.

Der Direktor wünscht sich ausverkaufte Vorstellungen, um viel Geld zu verdienen und die Beliebtheit seines Theaters zu steigern. Der lustigen Person kommt es in erster Linie auf Unterhaltung an. Beide verlangen vom Dichter, er solle ein massentaugliches Stück schreiben, das allen gefällt.

Das treibt den Dichter an den Rand der Verzweiflung, denn er sieht sich als großer Künstler, der nur seinem Talent verpflichtet ist.

Prolog im Himmel

Bei einem ihrer Zusammentreffen wirft Mephistopheles Gott vor, die Menschen seien unvollkommen, egoistisch und grausam. Darauf nennt Gott Dr. Heinrich Faust als Musterbeispiel eines moralisch guten, nach Erkenntnis strebenden Menschen. Mephisto gibt zu, dass Faust besonders sei, wettet aber, er könne ihn ebenfalls mit Leichtigkeit von seinem Weg abbringen. Gott erteilt ihm die Erlaubnis, den Gelehrten zu prüfen.

Nacht

Zur gleichen Zeit befindet sich Heinrich Faust in einer depressiven Phase. Er hat zwar viele Wissenschaften studiert und ist belesener als alle Menschen um ihn herum. Dennoch scheint sein Wissen ihm unnütz zu sein. Nachdem er erfolglos versucht hat, durch die Beschwörung des Erdgeistes höhere Erkenntnis zu erlangen, will er Suizid begehen. Doch der Klang der Osterglocken hält ihn davon ab und schenkt ihm neue Zuversicht.

 

In Gesprächen mit seinem wissenschaftlichen Assistenten Wagner wird deutlich, wie ungewöhnlich sein Wissensdurst sich von der durchschnittlichen Mentalität abhebt. Wagner ist zufrieden damit, auswendig zu lernen, was in Büchern steht, und glaubt an den wunderbaren Fortschritt der Wissenschaft. Faust hingegen strebt danach, alles zu wissen, was niemand vor ihm je hat herausfinden können. Das Schulwissen verachtet er.

Vor dem Tor

Am Ostersonntag, den das Volk ausgelassen feiert, unternehmen Faust und Wagner einen Spaziergang. Unterwegs begegnen alle Menschen dem Professor mit großer Achtung und Ehrfurcht. Doch Faust scheint davon eher unangenehm berührt zu sein. Er vertraut Wagner ein dunkles Familiengeheimnis an: Fausts Vater, ein angesehener Mediziner, führte heimlich alchimistische Experimente durch. Die daraus entstandenen Tränke testete er an seinen Patienten, von denen viele daran starben. Darum fühlt Faust sich schuldig.

Bei ihrem Gespräch offenbart Faust seine innere Zerrissenheit. Einerseits sehnt er sich danach, alles zu wissen und zu durchdringen. Doch andererseits will er auch sein Leben genießen. Diese beiden Bedürfnisse scheinen unvereinbar zu sein, zumal er für seine Karriere als Wissenschaftler darauf verzichtet hat, Besitz anzuhäufen und eine Familie zu gründen.

Auf dem Heimweg folgt ihnen ein schwarzer Pudel.

Studierzimmer

Faust nimmt den schwarzen Pudel mit in sein Studierzimmer. Er ist froh, etwas Gesellschaft zu haben. Doch während er versucht, die Bibel zu übersetzen, stört der Hund ihn mit seinem Bellen. Genervt will Faust ihn wieder vor die Tür setzen.

Daraufhin verwandelt sich der Pudel in Mephistopheles, der sich als Teufel zu erkennen gibt. Faust ist fasziniert von seinem Gast und versucht, ihn bei sich festzuhalten. Allerdings gelingt es Mephisto, ihn zu überlisten und sich davon zu schleichen.

Studierzimmer + Schülerszene

Erst bei ihrer zweiten Begegnung bietet Mephistopheles Faust einen Pakt an. Er verpflichtet sich, dem Wissenschaftler zu Lebzeiten zu dienen. Sobald Faust stirbt, geht seine Seele dann in den Besitz des Teufels über.

Darauf erwidert Faust kühn, dass sein Tod in dem Moment eintreten solle, in dem Mephisto es schafft, ihn wunschlos glücklich zu machen. Denn natürlich glaubt er, dass es ihm unmöglich wäre, diesen Zustand der vollkommenen Zufriedenheit zu erreichen. Aber Mephisto lässt sich davon nicht abschrecken und akzeptiert die Bedingung.

Während Faust sich reisefertig macht, verkleidet Mephistopheles sich als Professor, um einen ratsuchenden Studenten zu täuschen. Der junge Mann kann sich nicht für eine Fakultät entscheiden und fragt Mephisto, den er für den Doktor Faust hälst, nach dessen Meinung.

Der Teufel findet Gefallen daran, ihm alle Studienrichtungen madig zu machen. Zum Schluss schlägt er dem Studenten vor, Medizin zu studieren, weili er es als Arzt leicht habe, Frauen zu verführen.

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Auerbachs Keller in Leipzig

Zuerst führt Mephisto Faust einem Trinkgelage zu. Doch während der Teufel sich bestens dabei amüsiert, ihre Tischgenossen mit seinen Zauberkräften an der Nase herum zu führen, bleibt Faust unbeeindruckt.

Hexenküche

Als nächstes bringt Mephistopheles Faust zu einer Hexe. Sie soll ihm einen Verjüngungstrank geben, der ihn wieder zu einem jungen, lebensdurstigen Mann werden lässt. Doch als sie ankommen, ist die Hexe gerade außer Haus. Während sie auf ihre Rückkehr warten, erblickt Faust in einem verzauberten Spiegel die Gestalt einer wunderschönen, nackten Frau.

Begleitet von einer rituellen Zeremonie, überreicht die Hexe Faust den Zaubertrank, den er trotz seines Misstrauens tapfer austrinkt.

Straße

Mit verjüngtem Körper und neu erwachten Trieben, verliebt Faust sich in die nächstbeste Frau, die er erblickt: Margarete, ein kaum vierzehnjähriges Mädchen, das er aus der Kirche kommen sieht. Er setzt sich in den Kopf, mit ihr schlafen zu wollen. Am besten sofort.

Doch Mephisto gibt zu bedenken, dass Margarete eine sehr gottesfürchtige, tugenhafte Frau sei, um die er erst werben müsse. Um Fausts Begierde anzufachen, verspricht er ihm allerdings, ihm heimlich Zutritt zu Margaretes Schlafzimmer zu verschaffen. Faust weist den Teufel an, in der Zwischenzeit ein Geschenk für sie zu besorgen.

Abend

Während sie ihre Nachbarin besucht, dringen Faust und Mephisto in Margaretes Haus ein. Die ideale Gelegenheit für Faust, sich in Vorfreude auf die Liebesnacht mit Margarete zu ergehen. Doch von plötzlicher Demut ergriffen, kommen ihm Zweifel, ob es recht ist, sich in ihr Leben einzumischen.

Mephistopheles drängt ihn dazu, den Plan auszuführen und legt das Geschenk in Margaretes Schrank. Als Gretchen zurück in ihr Zimmer kommt, findet sie ein Kästchen mit kostbarem Schmuck.

Spaziergang

Mephisto schäumt vor Wut. Denn nachdem Margarete ihrer Mutter von dem kostbaren Schmuck erzählt, der wie aus dem Nichts in ihrem Zimmer aufgetaucht ist, besteht diese darauf, das Geschmeide der Kirche zu spenden. Daraufhin muss Mephisto sich nach einem weiteres Schmuckkästchen für sie umsehen.

Der Nachbarin Haus

Diesmal verheimlicht Margarete den Schmuck vor der Mutter und zeigt ihn nur ihrer befreundeten Nachbarin Marthe, einer geltungsbedürftigen, neugierigen Strohwitwe. Bei dieser Gelegenheit stellt Mephistopheles zum ersten Mal direkten Kontakt zu den beiden Frauen her. Er lügt Marthe vor, ihr Mann sei gestorben und liege im weit entfernten Padua begraben. Faust soll das bezeugen – ein Vorwand, um ein Treffen mit Margarete zu arrangieren.

Straße

Als der Teufel Faust von den Umständen des bevorstehenden Treffens unterrichtet, ist dieser erst einmal skeptisch. Er will keine Lügen über den Tod von Marthes Mann erzählen, schließlich hat er ihn weder gekannt noch sein Grab selbst gesehen.

Aber Mephistopheles spottet über seine Skrupel. Schließlich habe er als Professor viele Theorien gelehrt, deren Wahrheitsgehalt er ebenfalls nicht einschätzen konnte. Auch Fausts Absicht, Margarete ewige Liebe zu schwören, sieht Mephisto als Lüge an. Sehr widerwillig muss Faust sich eingestehen, dass an den Sticheleien des Teufels etwas Wahres ist, und lässt sich schließlich überreden, den Plan auszuführen.

Garten

Das Treffen in Marthes Garten gleicht einem Doppeldate. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist Margarete fasziniert von dem attraktiven, klugen Heinrich Faust. Sie gesteht ihm ihre Bewunderung und erzählt ihm viel von sich, ihrer Familie und ihrer Vergangenheit.

Währenddessen flirtet Marthe heftig mit Mephistopheles. Schließlich hält sie sich für eine Witwe und wittert die Chance, sich direkt einen neuen Ehemann zu angeln.

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Ein Gartenhäuschen

Margarete und Faust tauschen einen leidenschaftlichen Kuss in Marthes Gartenpavillon und verabreden ein Wiedersehen.

Wald und Höhle

Faust zieht sich in eine einsame Höhle im Wald zurück und hadert mit sich. Er ahnt, dass es Margarete schadet, wenn er seinen Willen durchsetzt und sie verführt. Wieder ist es Mephistopheles, der seine Zweifel zerstreut und ihn dazu überredet, den nächsten Schrit zu machen.

Gretchens Stube

Einsam sitzt Gretchen in ihrem Zimmer am Spinnrad und sehnt sich nach Faust. Gequält von der Angst, ihn nie wieder zu sehen, kreisen ihre Gedanken nur noch um ihn. Es wird klar, dass sie bereit ist, sich ihm hinzugeben.

Marthens Garten

Obwohl Faust auf die inzwischen sprichwörtlich gewordene „Gretchenfrage“, ob er religiös sei, nur ausweichend antwortet, ist Margaretes Liebe zu ihm ungetrübt. Sie nimmt ein Schlafmittel von ihm an, das sie ihrer Mutter heimlich verabreicht, damit sie sich nachts unbemerkt treffen können. Er versichert ihr, das Mittel sei ungefährlich.

Am Brunnen

Nach der gemeinsamen Nacht mit Faust fühlt sich Margarete wie eine Sünderin. Sie hat große Angst vor der Zukunft und der Verachtung der Menschen. Umso mehr, als sie beim Wasserholen am Brunnen von Lieschen angesprochen wird.

Lieschen lästert boshaft über ein Mädchen, das sich unverheiratet mit einem Mann eingelassen hat und nun ein Kind von ihm erwartet, obwohl er sie längt verlassen hat. Margarete erschrickt über Lieschens hämische Schadenfreude.

Zwinger

Vor einer Statue der Mater Dolorosa legt Margarete Blumen ab. Verzweifelt betet sie zur Jungfrau Maria.

Nacht

Margaretes Bruder Valentin hat von der unehelichen Beziehung seiner Schwester erfahren und lauert Faust vor ihrem Haus auf, um ihn dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Es kommt zum Kampf zwischen ihm, Faust und Mephistopheles, bei dem Valentin tödlich verwundet wird.

Bevor er stirbt, verwünscht er seine Schwester für die Sünde, die sie begangen hat.

Faust und Mephistopheles können fliehen.

Dom

Margarete betet bei einem Gottesdienst in der Kirche. Inzwischen weiß sie, dass sie ein Kind von Faust erwartet. Die Angst vor den Konsequenzen ihrer unehelichen Schwangerschaft wird unterträglich.

Außerdem fühlt sie sich schuldig am Tod ihrer Mutter und ihres Bruders. Schuld, Angst und Verzweiflung lassen sie ohnmächtig werden.

Walpurgisnacht

Der Teufel versucht, Faust zu verheimlichen, dass Margarete schwanger geworden ist. Um ihn abzulenken, nimmt er ihn zur Walpurgisnacht auf den Brocken mit, wo Hexen, Teufel und andere Wesen wilde Orgien feiern. Dort hat Faust eine Vision von Margaretes Tod.

Trüber Tag. Feld.

Faust erfährt erst, dass Margarete von der Gesellschaft verstoßen und eingekerkert wurde, als bereits ihr Todesurteil feststeht. Ihre Mutter ist an dem Schlafmittel gestorben, das sie von ihm angenommen hatte, um sich unbemerkt mit ihm treffen zu können. Ihr gemeinsames Kind mit Faust hat Margarete kurz nach der Geburt ertränkt. Nun ist sie als Mörderin verurteilt.

Rasend vor Wut konfrontiert Faust den Teufel damit und verlangt von ihm, Margarete zu retten. Doch Mephisto kann gegen ein Todesurteil, das im Namen Gottes gefällt wurde, nichts ausrichten. Außerdem gibt er Faust zu bedenken, dass sie beide wegen Mordes an Margaretes Bruder gesucht werden und Faust sein eigenes Leben riskiert, wenn er die Stadt noch einmal betritt. Dennoch beschließt Faust, das Risiko auf sich zu nehmen und Margarete zu befreien.

Was im Rahmen dieser Faust Zusammenfassung unbedingt noch erwähnt werden sollte: Die Szene Trüber Tag. Feld. ist die einzige des gesamten Dramas, die in Prosaform geschrieben wurde.

Nacht. Offen Feld.

Auf schwarzen Pferden galoppieren Faust und Mephisto der Stadt entgegen. Es ist bereits alles für die Hinrichtung vorbereitet. Auf dem Richtplatz sieht Faust im Vorbeireiten Hexen tanzen. Ihnen bleiben nur noch wenige Stunden bis zum Morgengrauen, um Margarete vor dem Tod zu bewahren.

Kerker

Während Mephistopheles die Wachen betäubt und die Schlüssel zum Kerker gestohlen hat, dringt Faust in das Gefängnis ein. Margarete, die dem Wahnsinn nah ist, erkennt ihn zunächst nicht. Sie hält ihn für den Henker und fleht ihn an, ihr noch etwas Zeit zu geben.

Schließlich gelingt es Faust doch, sich ihr zu erkennen zu geben, aber Margarete weigert sich, mit ihm zu fliehen. Einerseits hat sie große Schuldgefühle und glaubt, sie hätte es nicht verdient, weiterzuleben. Auch will sie ihr Leben nicht auf der Flucht verbringen. Außerdem spürt sie, dass sie ihre Seele Mephistopheles ausliefern würde, wenn sie Faust folgte.

Stattdessen akzeptiert sie ihren Tod und übergibt sich ganz dem Gericht Gottes. Dadurch verliert sie zwar ihr Leben, erlöst aber ihre Seele.

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